Aufgaben
retten – löschen – bergen – schützen
So einfach ist das heute nicht mehr. Das Aufgabengebiet der (Freiwilligen) Feuerwehren hat sich von früher her deutlich geändert und erweitert. Die Freiwilligen Feuerwehren rücken zur Brandbekämpfung, Technischen Hilfeleistung, dem Katastrophenschutz und der Erstversorgung im Rettungsdienst aus. Darüber hinaus unterstützen sie die Berufsfeuerwehr bei der Wahrnehmung ihrer sonstigen Aufgaben.
Die Brandbekämpfung tritt heute gerade bei der FF Neuenfelde Süd immer weiter in den Hintergrund, wie die Statistiken zeigen. Den größten Teil der Aufgaben nimmt heute die Erstversorgung ein, gefolgt von der Technischen Hilfeleistung.
Im Bereich des Rettungsdienstes sind in den ländlichen Gebieten Hamburgs zusammen mit der FFNS 17 Freiwillige Feuerwehren als Erstversorger (sog. „First Responder“) für die vorklinische Versorgung von Notfallpatienten bis zum Eintreffen der Rettungsmittel der Berufsfeuerwehr tätig.
Die Erstversorgung wurde Mitte der Neunziger Jahre eingerichtet, um einerseits die gesetzliche Frist von fünf Minuten, innerhalb welcher der Bürger Hilfe erwarten darf, einzuhalten. Andererseits würde wertvolle Zeit verstreichen, in der schon (oder noch) lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden könnten. Die heutigen LF 16/12 der Freiwilligen Wehren haben fast die gleiche Ausstattung wie die Rettungswagen. Dazu gehören die fast gleichen Erstehilfekoffer genauso, sowie der Sauerstoff und auch der Defibrillator. Die Erstversorger werden heute bei allen Erkrankungen, Notfällen und Verkehrsunfällen, die in ihrem jeweiligen Einsatzgebiet anfallen, zeitgleich mit dem Rettungswagen der Berufsfeuerwehr alarmiert und überbrücken auf diese Weise die Zeit bis zum Eintreffen von diesen sinnvoll und nicht selten lebensrettend. Die Wehren haben dazu häufig bis zu 20 ausgebildete Sanitäter. Weiterhin steigende Einsatzzahlen im Bereich des Rettungsdienstes zeigt die Wichtigkeit dieser Erstversorgungskomponente.
Obwohl die Freiwilligen Feuerwehren „ihr“ Einsatzgebiet haben, helfen sie auch außerhalb ihres normalen Gebietes. So z.B. mit Technischer Hilfeleistung bei Sturmeinsätzen in anderen Stadtteilen oder wie bei dem Elbehochwasser 2002 sogar im Amt Neuhaus und Dresden.
